Am 3. April 2026 veröffentlichte die Capeb die Ergebnisse einer Umfrage unter 2 600 Handwerksbetrieben im Baubereich. 92 % von ihnen gaben an, bereits die Folgen des Ölpreisanstiegs zu spüren, der Ende Februar mit der erneuten Eskalation im Nahen Osten einsetzte. Zu den am stärksten betroffenen Materialien gehört PVC. Maximaler beobachteter Anstieg: 15 %. Die Transportkosten steigen ebenfalls, da Spediteure ihre Aktivitäten reduzieren oder die Kraftstoffkostensteigerung an ihre Kunden weitergeben.
In diesem Umfeld haben viele Hersteller ihren Händlern bereits Preiserhöhungen angekündigt. Manche haben sie antizipiert. Andere verkünden sie gerade jetzt.
Der Preis einer Dorli-Tür bleibt bei 2 390 € für das PVC Rau-Fipro, Lieferung inklusive. Das ist kein Versehen. Es ist eine Entscheidung. Hier erfahren Sie warum.
PVC als Erdölmaterial — was kaum ein Käufer weiß
PVC ist ein Polymer, dessen Herstellung von Erdölderivaten abhängt. Ethylen, sein wichtigster Vorläufer, entsteht durch das Cracken von Rohöl. Steigt der Ölpreis, folgen die Profilkosten — mit einigen Wochen Verzögerung, bis der Anstieg die Industriekette durchläuft.
Ein PVC-Profil ist kein Material mit von Natur aus stabilem Preis. Es ist Erdölchemie. Empfindlich gegenüber denselben geopolitischen Spannungen, die den Kraftstoffpreis an der Tankstelle beeinflussen. Aluminium ist nicht besser geschützt: seine Herstellung ist sehr energieintensiv, und die Energiekosten — die sowohl von Gas als auch von Öl abhängen — machen einen strukturellen Teil seines Herstellungspreises aus.
Was die Zahlen vom April 2026 zeigen
Die Capeb-Umfrage vom 3. April, durchgeführt unter 2 600 Handwerksbetrieben, dokumentiert eine unmittelbare und massive Auswirkung. 65 % haben bereits Preiserhöhungsankündigungen ihrer Lieferanten erhalten. Die Erhöhungen liegen je nach Produktgruppe zwischen 2,5 % und 20 %. PVC wird explizit als eines der am stärksten betroffenen Materialien genannt, neben Holz, Zink und Beton.
Auf der Logistikseite haben mehrere Spediteure ihre Aktivitäten angesichts der Kraftstoffkostensteigerung vorübergehend reduziert. Das verursacht sowohl Verzögerungen als auch Mehrkosten, die ebenfalls auf den Endkunden weitergegeben werden.
Diese Realität betrifft alle Hersteller von Außentüren ausnahmslos. Was sich unterscheidet, ist die Art, wie jeder darauf reagiert.
Wie die Preissteigerung normalerweise bei Ihnen ankommt
Im klassischen Modell — Hersteller, autorisierter Händler, Installateur — gibt jedes Glied die Preissteigerung an das nächste weiter. Der Hersteller erhöht seinen Tarif. Der Händler behält seine Marge in Prozent bei, was die Erhöhung im absoluten Wert mechanisch verstärkt. Der Installateur fügt seine eigenen Mehrkosten für Anfahrt hinzu.
Der Käufer erhält ein neues Angebot, oft mit einem vagen 'Materialpreisanpassung'. Selten eine Erklärung über den tatsächlichen Ursprung oder den Anteil der Erhöhung. Und vor allem: ein Preis, der sich zwischen Anfrage und Antwort verändert hat. Die Capeb spricht von 'fragilen Angeboten' und 'großer Unsicherheit auf Baustellen'. Das trifft es genau.
Warum Dorli seinen Preis halten kann
Zwei strukturelle Gründe — keine Verkaufsposition.
Erstens: kein Zwischenhändler. In einem Direktvertriebsmodell gibt es keine Händlermarge zu schützen, keinen Verstärkungseffekt bei jedem Glied der Kette. Die Preissteigerung kommt direkt an, wird direkt absorbiert — ohne Multiplikator.
Zweitens: das Rau-Fipro von REHAU ist kein konventionelles PVC. Es ist ein Faser-Polymer-Verbundstoff, dessen Zusammensetzung den Anteil an reinem Polymer reduziert. Die Empfindlichkeit gegenüber Ölpreisen ist strukturell geringer als bei einem Standard-PVC-Profil. Das ist kein vollständiger Schutz — aber ein realer Unterschied, der genau in diesem Kontext wirkt.
Zur Logistik: die Hauszustellung ist im ausgewiesenen Preis enthalten. Vorerst.
Was wir nicht versprechen können
Transparenz gebietet es zu sagen: Wenn der Druck auf Rohstoffe und Transport über das hinausginge, was die aktuelle Struktur absorbieren kann, würde eine Preisrevision notwendig. Kein ehrlicher Hersteller kann in diesem Umfeld das Gegenteil versprechen.
Was am 8. April 2026 gilt: 2 390 € für das PVC Rau-Fipro, Lieferung inklusive, ohne Aufpreis nach Modell oder Farbe. Deshalb erschien es uns sinnvoll, diesen Artikel zu schreiben — anstatt eine Realität zu verschweigen, die unsere Kunden kennen sollten.
Ein Preis, der hält — weil wir die richtigen Entscheidungen vor der Krise getroffen haben
Das Marktumfeld in diesem Frühjahr 2026 ist inflationär. Das ist kein vorübergehender Zustand.
Dorli hält seinen Preis aus strukturellen Gründen, nicht durch Zufall: Direktvertrieb ohne Margen-Multiplikator, Verbundwerkstoff mit geringerer Ölpreis-Exposition als Standard-PVC, absorbierte Logistik. Entscheidungen, die vor dem Beginn der Krise getroffen wurden.
Heute zu bestellen bedeutet, einen bekannten Preis festzuschreiben. Zu warten bedeutet, auf eine Entspannung zu setzen, die nichts ankündigt.
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